Schlafmittel

Der gesunde Schlaf ist zur körperlichen und psychischen Entspannung absolut notwenig. Während des Schlafes wechseln sich die Schlafphasen : ( REM-Traumschlaf mit raschen Augenbewegungen- mit flachen hirnelektrischen Wellen) und der Tiefschlaf ( verlangsamte hirnelektrische Wellen- wird auch als passiver Schlaf bezeichnet) 4-5 mal ab.

Bei Ein- oder Durchschlafstörungen kann es somit zur Beeinträchtigung des Erholungsvorganges kommen ( im Alter verändert sich das Schlafbedürfnis, wo es wiederum normal ist, wenn die Phasen etwas verkürzt sind).

Was kann man gegen Schlafstörungen tun?

Sehr effektiv können Entspannungstechniken helfen ( Progressive Muskelentspannung oder autogenes Training etc.)

Auch ist bei länger anhaltenden Schlafstörungen ein Schlaftagebuch hilfreich. Man kann dabei negative Angewohnheiten aufdecken ( Kaffee am Nachmittag oder gar am Abend, schwarzer Tee oder coffeinhaltige Limonade, Streß am Abend, zu lange Fernsehen etc- können alles zu Einschlafstörungen führen).

Medikamente:

Erst wenn andere Versuche, die Schlafstöung zu beheben nicht mehr reichen, könnte für kurze Zeit ein Medikament helfen. Man sollte jedoch sehr vorsichtig damit umgehen, da schlafförderne Medikamente schnell abhängig machen können, oder gar zum Mißbrauch führen. In jedem Fall sollte man mit einem Arzt darüber sprechen, auch wenn man sich freiverkäufliche Medikamente in der Apotheke besorgt.

Pflanzliche Präparate:

Hopfen, Baldrian, Melisse oder Johanneskraut eigenen sich durch die beruhigende Wirkung gut zum Einschlafen. Man kann diese Mittel als Tee, Dragees, oder auch für ein Entpannungsbad nehmen.

Chemische Präparate:

Man unterscheidet hier Wirkstoffgruppen: Benzodiazepine, Barbiturate und andere Sedativa.

Barbiturate werden heute nicht mehr verschrieben und finden nur noch als Narkosemittel oder anderes in Kliniken Anwendung.

Benzodiazepine ist eine heute noch oft verschriebene Wirkstoffgruppe. Leider wird noch viel zu großzügig damit umgegangen, denn diese Präparate haben ein hohes Abhängigkeitspotential.

Man unterscheidet hierbei noch nach dem Halbzeitwert (Zeit die der Körper benötigt, um exakt die Hälfte der Substanz wieder auszuscheiden). Es gibt Medikamente mit einer geringen Halbwertzeit <8 Stunden, einer mittleren Halbwertzeit bis > als 8 Stunden und einer langen Halbwertzeit von bis zu 24 Stunden. Sie können am Tag nach der Einnahme zu einem Hangover-Effekt führen, das heißt eine unerwünschte Tagessedierung mit Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Einschränkung von Leistungsfähigkeit. Auch führt es zur Beeinträchtigung der Verkehrstauglichkeit! Hanover-Effekte können aber auch bei Substanzen mit einer geringen Halbwertzeit führen, wenn sie in höherer Dosierung eingenommen wurden.

Nebenwirkungen können auftreten:

Abhängigkeit!!!,  Benommenheit, Sehstörungen, paradoxe Reaktionen, Schwindel u.a.

Bekannte Handelsnamen z.B.:

Sonin®, Noctamid®, Planum®, Rohypnol®, Mogadan®, Halicon®, Valium®

Weitere Sedativa:

Zyklopyrrolone und Imidazolpyridine ( aus der Gruppe der Nicht- Benzodiazepine)- z.B. Stilnox® und Zopiclon® und Wirkstoffe wie:Cloralhydrat z.B. Chloraldurat®

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