sonstige Psychopharmaka

Lithium

Die therapeutische Wirksamkeit von Lithium ha sich vor allem bei manischen Zuständen bewiesen. In der Langzeitbehandlung wird es vor allem zur Verhinderung von manischen und depressiven ( bipolaren) Phasen eingesetzt.

Lithium ist ein Salz, welches im Körper nur in geringen Spuren vorkommt.

Bei der Einnahme von Lithium muß regelmäßig der Blutspiegel überprüft werden.

Das Präparat verhindert in bis zu 80 % das Auftreten manischer und depressiver Phasen oder schwächt diese zu mindestens ab.

Nebenwirkungen können auftreten:

Müdigkeit, nachlassen von Vitalität, Verwirrtheit, Gewichtszunahme, Wassereinlagerungen, Veränderung des Blutbildes, Zittern und Muskelschwäche, Veränderung der Schilddrüse, Übelkeit und Veränderung des Stuhlganges, Nierenstörungen: sowie vermehrtes Wasserlassen ( viel trinken ist bei der Einnahme von Lithium notwendig, das es sonst zu einer Überdosierung kommen kann, und dadurch verstärkter Nebenwirkungen) und allergische Reaktionen.

bekannte Präparate ( Handelsnamen) :

©Hypnorex und ©Quilonum

Carbamazepin

Carbamazepin ist eigentlich als Mittel zur Epilepsiebehandlung entdeckt worden, welches aber chemisch verwandt mit Antidepressiva ist. Bei seiner Wirkung stellte man seine beruhigende und ausgleichend-stabilisierende Wirkung bei Unruhezuständen und bei Stimmungsschwankungen fest. In der modernen Psychopharmakatherapie findet es heute Anwendung bei:

  • zur Akut-und vorbeugenden Behandlung bei manisch-depressiven Erkrankungen und schizoaffektiven Erkrankungen
  • bei psychomotorischen Anfällen zur Vorbeugung
  • bei neuralgischen Schmerzerkrankungen

Auch bei Carbamazepin muß der Blutspiegel regelmäßig überwacht werden!

Nebenwirkungen können auftreten:

allergische Reaktionen, Übelkeit und Magen-Darmstörungen, Schwindel, Müdigkeit, Schwäche- oder Mattigkeit, Blutbildveränderungen, Appetitstörungen, Sehstörungen und Blutdruck oder Herzrythmusveränderungen

bekannte Präparate ( Handelsnamen) :

©Tegretal  ©Timonil

Valporinsäure

Valporinsäure wurde eigentlich auch als Mittel zur Epelepsiebehandlung entdeckt. Es wird neuerdings auch zur Behandlung von bipolaren Störungen , Manien oder depressiver Symtomatik eingesetzt. Es wirkt Stimmungsausgleichend und soll so die Spitzen in den Stimmungsschwankungen nehmen.

Nebenwirkungen können auftreten:

allergische Reaktionen, Übelkeit und Magen-Darmstörungen, Müdigkeit, Leberveränderungen, Blutbildstörungen und Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Wegen der fruchtschädigenden Wirkung sollte man diese Präparate in der Schwangerschaft unbedingt vermeiden!

bekannte Präparate ( Handelsnamen) :

©Oferil

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